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Sorgfaltspflicht bei Prüfung der Verkehrssicherheit ist umfassend

 

Entgegen der häufig anzutreffenden Einschätzung, wonach bei der Baumkontrolle

der Habitus, Anomalien in der Verzweigung, der Belaubungszustand, Verletzungen,

Wulst- und Kragenbildung und  Schädlingsbefall am Stamm maßgebliche und

abschließende  Kriterien zur Einschätzung des Baumzustandes darstellen, tritt auch

das unmittelbare Umfeld, in Sonderheit der Untergrund im Bereich des

mutmaßlichen Wurzelkreises hinzu.

 

Veränderungen in der oberflächlichen Bodenbeschaffenheit, namentlich Rissbildung

und Hebung können Zeiger für nicht oder kaum wahrnehmbare Stammneigung sein.

Bei vorhandenem, nicht symmetrischem Habitus und großem Gestaltvolumen fällt

eine zusätzliche  Stammneigung in der Folge kaum auf. Erschwert wird die

Wahrnehmung durch weiteren Bewuchs im Stammumfeld.

 

Während solcher Fremdbewuchs als  zeitlicher Störfaktor gilt und im Gerichts-

verfahren als Argument gegen ein schuldhaftes Handeln bei entsprechendem

Versagen angesehen werden kann, verhält es sich  bei dauerhaften Zeigern anders.

Namentlich Rissbildung in der Asphaltabdeckung, optisch erkennbare Hebung und

Stufenbildung im Pflaster sowie erkennbare Ausgleichswulstbildung im stamm-

fernen und oberflächennahen Wurzelbereich an der gespiegelten Stammseite

bzw. entsprechend dauerhaft markierende Hebungen und Risse dort sind

ebenfalls maßgebliche Anomalien.

Im Versagensfall können sie  im Prozess eher als augenscheinliches Kriterium zum

Nachteil des Sicherungspflichtigen ausgelegt werden.

 

öbuv Forstsachverständiger Brandt | guentherbrandt@gmx.de